Karrierewege

Karrierewege in der beruflichen Bildung

Es gib verschiedene Wege in der beruflichen Bildung tätig zu werden. Wir möchten hier einen Überblick über die Aus- und Weiterbildungen im Bereich der Berufsausbildung geben.

 

Ausbildungsbeauftrager

Der erste Schritt in der Berufsausbildung ist üblicherweise die Übertragung von Ausbildungsaufgaben auf den Ausbildungsbeauftragten. Der Ausbildungsbeauftragte begleitet den Auszubildenden als Ansprechpartner in seinem Arbeitsbereich. Er führt Feedbackgespräche, aber keine Beurteilungsgespräche und steht mit dem Ausbilder in regelmäßigem Kontakt. Idealerweise erhält der Ausbildungsbeauftragte eine betriebliche Weiterbildung zu Themen wie Ausbildungsplanung, Projekte in der Ausbildung sowie Gesprächsführung. Der Ausbildereignungsschein ist hier noch nicht Pflicht.

Ausbilder (AEVO)

Der Ausbilder für ein Berufsbild ist derjenige, der fachlich und persönlich geeignet sein muss und gegenüber der Kammern persönlich für die Qualität der Ausbildung einsteht. Diese Person ist bei den Kammern auch als verantwortlicher Ausbilder in der so genannten Ausbilderkartei gelistet. Um als Ausbilder aktiv werden zu dürfen, benötigt man den Ausbildereignungsschein. Die fachliche Eignung wird durch den Gesellenbrief, ein Hochschulzeugnis und/oder durch Berufserfahrung gegenüber den Kammern nachgewiesen. Die persönliche Eignung wird durch ein erweitertes Führungszeugnis nachgewiesen in dem keine Straftaten (insbesondere Missbrauch und Betäubungsmittelgesetz) vermerkt sein dürfen. Der Ausbildereignungsnachweis nach AEVO ist eine staatlich anerkannte Fortbildung.

Aus- und Weiterbildungspädagoge (IHK/HWK)

Der Aus- und Weiterbildungspädagoge vertieft die Inhalte des Ausbildereignungsscheins und ist eine staatlich anerkannte Fortbildung. Im betrieblichen Kontext kümmert sich der Aus- und Weiterbildungspädagoge vor allem um die Planung von beruflicher Bildung und um die Initiierung von Ausbildungsprojekten oder von Lernprozessbegleitung. In größeren Unternehmen verantwortet ein Aus- und Weiterbildungspädagoge beispielsweise, dass die Ausbildungsstandards im gleichen Berufsbild über mehrere Standorte eingehalten werden.

Geprüfter Berufspädagoge (IHK/HWK)

Der geprüfte Berufspädagoge ergänzt den Aus- und Weiterbildungspädagogen insbesondere um einen hohen Managementanteil. Er ist ebenfalls eine anerkannte staatliche Fortbildung. Als Berufspädagoge arbeitet man eher strategisch, planerisch und ist nur zu einem geringen Anteil in der operativen Berufsausbildung beschäftigt. Mit dieser Fortbildung übernimmt man beispielsweise die Ausbildungsleitung für einen Gesamtbetrieb.

Berufspädagoge (univ.)

Berufspädagogik kann auch an einer Universität studiert und mit dem Bachelor of Arts oder Science abgeschlossen werden. Zum einen wählt man eine berufliche Fachbildung z.B. Metalltechnik oder Elektrotechnik oder Hauswirtschaft. Zum anderen kommen Fächer zu den wissenschaftlichen Grundlagen wie Soziologie, Psychologie und Statistik hinzu. Aber auch die stukturpolitischen Grundlagen des beruflichen Bildungssystems spielen eine Rolle, so dass man auch Politikwissenschaft und Jura hat. Der Kern ist die pädagogisch-didaktische Ausbildung. Hier lernen die Studierenden wie sie Schulungen und Personalentwicklungsprozesse planen, gestalten und didaktisch-methodisch aufbereiten. Auch das Bildungscontrolling spielt im Studium eine große Rolle sowie die Auswertung von Lernverhalten. Abgerundet wird das Kompetenzportfolio durch Einheiten aus den Erziehungswissenschaft sowie der Sozialpädagogik, um dem Erziehungsauftrag für Auszubildende gerecht zu werden. Mit diesem Abschluss kann man in der Personalentwicklung, der Ausbildungsleitung oder auch bei Verbänden und Gremien sowie Ministerien arbeiten. Für die Arbeit an den Berufsschulen ist dies ein Grundlagenstudium.

Berufsschullehrender werden